Dji Mavic Pro richtig reinigen

Als Gerät für den Außeneinsatz bleibt es nicht aus, dass die Mavic Pro auf Dauer mal ein wenig Schmutz ab bekommt. Es ist sehr wichtig, dass der Quadrocopter vor und nach jedem Einsatz gründlich geprüft und gereinigt wird. Das verlängert die Lebensdauer erheblich und schützt vor schweren Schäden. Außerdem gehört ein wenig Pflege einfach zum Spaß mit dem wertvollen Gerät dazu.

Die Reinigung der Mavic Pro kann in drei Stufen vorgenommen werden:

Trockene Außenreinigung
Feuchte Außenreinigung
Innenreinigung

Herausforderungen bei der Reinigung der Dji Mavic Pro

Die DJI Mavic Pro ist ein komplexes, leichtes und filigranes Fluggerät. Für den optimalen Betrieb, einer langen Flugzeit über viele Minuten, der Möglichkeiten alles auf einem Video festzuhalten und in die Welt der Fotografie aus der Luft einzutauchen, müssen alle Komponenten stets einwandfrei und zuverlässig miteinander interagieren. Klemmende Gelenke, schleifende Lager oder verschmutzte Sensoren setzen die Betriebsfähigkeit der Drohne erheblich herab. Sensor und Co. müssen sorgfältig gereinigt werden und natürlich nicht nur bei diesen Drohnen, sondern auch bei der Phantom und allen anderen Modellen.

Die Außenhülle der Drohne ist zwar sehr leicht. Sie ist aber auch ebenso empfindlich. Mit Reinigungsmitteln, die scharfe Lösungsmittel enthalten, wird man Am Sensor sowie anderem Zubehör schnell große Schäden anrichten. Solange nicht unbedingt die Notwendigkeit dazu besteht, sollte die Mavic Pro niemals mit Nagellackentferner, Terpentin, Bremsenreiniger, Waschbenzin oder ähnlichen Lösemitteln gereinigt werden. Nur Verschmutzungen, die auf keinem anderen Weg zu lösen sind, reinigt man auf diesem Weg. Dazu aber besonders vorsichtig vorgehen: Q-Tipps und Watte-Pads sind hier die maximalen Hilfsmittel, mit denen Lösemittel haltige Reiniger an der Mavic Pro anwendbar sind.

Ebenso problematisch ist Druckluft: Ein scharfer Luftstrahl führt nur scheinbar dazu, dass die Oberfläche gereinigt ist. Tatsächlich presst die Druckluft den feinen Staub erst richtig in das Innere der Drohne hinein. Und dann kann es richtig problematisch werden: Kurzschlüsse auf Platinen, festfressende Lager, Eintrübungen auf der Linse der Weitwinkelobjektive oder Störungen bei den Sensoren sind früher oder später die Folge von regelmäßigen Druckluft-Behandlungen.

Dass die empfindliche Drohne keinesfalls mit Heißdampf oder einem Hochdruck-Reiniger behandelt werden darf, versteht sich von selbst. Herbei würde ein einziger Reinigungsversuch genügen, um die Drohne vollständig zu zerstören.

Beim Reinigen der DJI Mavic Pro gilt deshalb: Vorsicht geht vor allem. Eine leichte Verschmutzung zu tolerieren ist besser, als die Drohne durch eine falsche Maßnahme zu beschädigen.

Trockene Außenreinigung an der Dji Mavic Pro

Das Gehäuse der Mavic Pro besteht im Wesentlichen aus Kunststoff. Die einzigen Bauteile, die nicht aus Plastik sind, ist die Unterschale und das Objektiv vom Gimbal. Die Unterschale besteht zwar aus Druckguss-Aluminum. Jedoch ist sie lackiert. Scharfe Reinigungsmittel sind daher für die Drohne grundsätzlich nicht geeignet und sollten auch für Weitwinkelobjektive und anderem Zubehör der Drohnen nicht verwendet werden..

Anhaftender Schmutz auf den Drohnen, wie der Phantom, lässt sich jedoch in der Regel bereits durch „trockene Maßnahmen“ gut entfernen. Hier genügen Reinigungstücher, Baumwolllappen und ähnliches. Ecken und Ritzen werden mit einem mittelharten Pinsel innerhalb kürzester Dauer ausgekehrt. Ein angeschlossener Staubsauger kann hier helfen, den ausgekehrten Staub sofort abzuführen. Besonders gute Ergebnisse erreicht man beim Trockenreinigen der Außenhaut einer Mavic Pro mit einem Mikrofasertuch. Es ist immer wieder erstaunlich, zu welchen Reinigungsleistungen diese preiswerten Putztücher in der Lage sind. Mikrofasertücher sind sogar für die Linse der Kamera und für Weitwinkelobjektive gut geeignet, damit die Fotografie und das Aufnehmen von einem atemberaubenden Video nie zu kurz kommen. Dabei aber stets sicherstellen, dass das Tuch sauber ist und dass keine scharfkantigen Sandkörner auf der Linse haften. Diese sollte man durch kräftiges, manuelles Pusten vorher entfernen, sonst verkratzt man sich beim Sauber reiben die ganze Linse.

Dji Mavic Pro feucht reinigen

Eine Feuchtreinigung ist eine Feuchtreinigung und keine Nassreinigung. Ein angefeuchtetes Tuch ist das Maximum, was man an Nässe seiner Mavic Pro beim Reinigen zumuten sollte. Für die Linse der Kamera und der Frontview-Sensoren eignen sich Brillenputztücher recht gut. Der Rest der Drohne lässt sich mit leicht angefeuchteten Küchentüchern von hartnäckigem Schmutz befreien. Auch ein wenig Seifenwasser ist durchaus erlaubt. Aber bitte immer nur das Tuch anfeuchten, nie direkt die Drohne selbst „einnebeln“. Die Feuchtigkeit dringt unweigerlich durch die Kapillarkräfte in alle Ritzen ein und bleibt dann dort. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu Korrosionsschäden kommt. Nach dem Feuchtreinigen folgt grundsätzlich das Trocken reiben. Dann sollte die Drohne wieder sauber sein und kann für das nächste Fliegen geladen werden.

Edding-, Lack und Teerspuren beseitigen

Diese hartnäckigen, ölhaltigen Verschmutzungen sind die einzigen Fälle, in denen die Mavic Pro mit einem lösemittelhaltigen Reinigungsmittel behandelt werden darf. Doch auch in diesem Fall gilt: Wattestäbchen für Wattestäbchen nacheinander in Waschbenzin tauchen und die Verschmutzung schichtweise abtragen. Dafür muss die Flüssigkeit in kein anderes Gefäß geladen werden. Es ist mitunter ein Geduldsspiel, um einen Spritzer Lack vollständig von der Oberfläche zu bekommen. Doch das ist besser, als sich den schönen Original-Lack der Drohne zu ruinieren. An der Stelle der Verschmutzung wird ein leichter Lackschaden vielleicht unvermeidlich sein. Dafür bietet der Hersteller Lackstifte an, mit denen solche Stellen oder Kratzer wieder repariert werden können.

Sinnvolle Schutzmaßnahmen für die Dji Mavic Pro

Die Drohne regelmäßig und nach einiger Dauer zu reinigen ist unvermeidlich. Was man jedoch mit einfachen Maßnahmen gut vorbeugen kann ist, dass die Verschmutzungen zu technischen Defekten führen, damit nicht nur das Fliegen in Zukunft auch weiterhin spaß macht. Auch die Qualität von dem Aufnehmen von einem Video bleibt hochwertig. Auch die Flugzeit bzw. die Minuten, die hochwertige Fotografie bleiben Drohnen, wie zum Beispiel der Phantom, auch weiterhin erhalten und können anschließend zur Erinnerung auf einer Festplatte geladen werden.

Im Zubehörhandel gibt es für die Mavic Pro zahlreiche fertig konfektionierte Sticker-Kits in hunderten Farben und Designs. Auch wer auf einen zusätzlich-individuellen Showeffekt an seiner Mavic Pro verzichten möchte, sollte sie dennoch mit diesen Stickern einkleiden. Es gibt sie auch in den Original-Farben von der normalen Mavic pro oder der Platinum-Version. Falls es nun zu schwerwiegenden Verschmutzungen durch Öle und Lacke kommt, wird einfach der Sticker an der Stelle ausgetauscht. Der Original-Lack darunter bleibt unberührt und einwandfrei wie am ersten Tag.

Für die Kamera-Linse bieten verschiedene Hersteller diverse Blenden und Filter an. Ein reiner Klarglas-Filter kann hier schon verhindern, dass Mikropartikel in die Linse eindringen können. Allerdings können diese Klarglas-Filterscheiben auch wieder zu unerwünschten Flares führen. Ihr Einsatz sollte deshalb stets beobachtet werden.

Was aber nicht geht, ist den gesamten Gimbal mit einer Schutzkapsel zu betreiben. Die lieferbaren Kapseln sind ein reiner Transportschutz. Im Flugbetrieb muss sie zwingend abgenommen werden. Dafür gibt es einen wichtigen Grund:

Das Gebläse für die Kühlung vom Innenleben der Mavic Pro befindet sich unmittelbar hinter dem Gimbal. Wenn das Gebläse durch die Schutzscheiben verdeckt ist, kann es keine Luft ansaugen und über die Platine blasen. Dann kommt es zwangsläufig zu einem Wärmestau, welcher die Notlandung der Drohne auslösen wird. Viele verzweifelte Mavic-Piloten haben einfach nur genau diesen Fehler gemacht: Die vordere und vor allem die hintere Schutzplatte für den Gimbal vor dem Flugbetrieb nicht abgenommen. Doch mit offenem Zugang zur Außenluft verrichtet der Lüfter zuverlässig seinen Dienst – jedenfalls für einige Zeit.

Dji Mavic Pro innen reinigen

Jegliche technische Veränderung an der DJI Mavic Pro geschieht auf eigene Gefahr des Besitzers.
Diese Beschreibung zum Zerlegen der DJI Mavic Pro oder DJI Mavic Pro Platinum ist nur ein ganz allgemeiner Überblick. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Anleitung im klassischen Sinne dar. Wir haften nicht für Schäden an dem Quadrocopter oder für Schäden durch Reparatur- und Reinigungsversuche, bei denen die hier beschriebenen Schritte als Anleitung verwendet wurde.
Wir weisen außerdem darauf hin, dass das eigenmächtige Zerlegen einer DJI Mavic Pro oder DJI Mavic Pro Platinum die Gewährleistungen des Herstellers zum Erlöschen führen kann.
Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass eigenmächtige Reparaturen oder Ergänzungen an einer DJI Mavic Pro oder DJI Mavic Pro Platinum zu einer Veränderung der Leistungsgrenzen des Quadrocopters führen kann. Damit können wiederum Rechtsfolgen entstehen, für die wir ebenfalls keine Haftung

Da das Gebläse die Luft von außen ansaugt und nach innen durch die ganze Drohne leitet, ist eine Verschmutzung unvermeidlich. Es ist deshalb eigentlich vollkommen unverständlich, warum DJI den Lufteingang nicht mit einem Wechselfilter ausgestattet hat. Die Luft wird, samt Pollen und Staub, direkt eingesaugt und über das Motherboard geblasen. Der Lüfter sorgt entsprechend oft für Probleme. Viele User klagen über eine Geräuschbildung. Andere stellen verwundert fest, dass das Gebläse eigentlich ständig in Betrieb ist. Spätestens wenn der Lüfter durch ein Pfeifen und Schnarren auf sich aufmerksam macht, sollte die Drohne mal geöffnet werden. Der Lüfter kostet zwar nur 23 Euro und ist schnell ausgetauscht. Dennoch ist es ärgerlich, dass dieses wichtige Bauteil so schwach ausgelegt ist.

Der Wechsel des Lüfters ist dann auch die ideale Gelegenheit, die Drohne von innen zu reinigen. Hier ist ebenfalls die Kombination aus Pinsel und Absaugung am Wirkungsvollsten. Die Platinen gesondert zu spülen ist in der Regel nicht notwendig.

Schnelles Handeln ist jedoch bei einer Wasserlandung der Mavic Pro angezeigt. Hier gilt: Sofort bergen, am besten vor Ort schon zerlegen und trocknen lassen. Wenn die Platinen trocken sind, können sie mit Platinen-Reiniger behandelt werden. Mit etwas Glück ist die Drohne danach noch funktionstüchtig.